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Forensische Medizin & Bildgebung

Unsere Forschung verbindet modernste Technologien mit rechtsmedizinischer Expertise. Im Fokus stehen die Entwicklung innovativer, wissenschaftlich fundierter Methoden zur objektiven Analyse, Rekonstruktion und Visualisierung forensischer Befunde – mit dem Ziel, Diagnostik, Evidenzbewertung und wissenschaftliche Grundlagen der Rechtsmedizin kontinuierlich weiterzuentwickeln.

 

 

Forensische Bildgebung

Die forensische Bildgebung stellt einen zentralen Schwerpunkt unserer Forschung dar. Wir entwickeln und evaluieren nicht-invasive und minimalinvasive diagnostische Verfahren auf Basis von CT, MRT und kontrastmittelgestützten bildgebenden Methoden. Ziel ist die Etablierung standardisierter, reproduzierbarer und wissenschaftlich fundierter Workflows für die rechtsmedizinische Routine sowie die Weiterentwicklung virtueller und minimalinvasiver Diagnostik.

 

 

3D-Rekonstruktion und forensische Visualisierung

Im 3D-Zentrum Zürich entwickeln wir innovative Methoden zur hochauflösenden dreidimensionalen Dokumentation forensischer Befunde. Durch Photogrammetrie, moderne Rekonstruktionsalgorithmen und immersive Visualisierungstechnologien entstehen realitätsnahe 3D-Modelle von Verletzungen, Spuren und Sektionsbefunden. Die Arbeiten reichen von standardisierten Aufnahmeprotokollen bis hin zu Virtual Reality für wissenschaftliche, juristische und didaktische Anwendungen.

 

 

Objektivierbare forensische Evidenz, Vergleichsanalyse und Wundballistik

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung objektivierbarer und reproduzierbarer Methoden zur Analyse forensischer Spuren und Verletzungsmuster sowie der Rekonstruktion schussassoziierter Ereignisse. Gemeinsam mit interdisziplinären Partnern untersuchen wir Werkzeugspuren, biomechanische Zusammenhänge sowie datenbasierte Ansätze der Vergleichsanalyse. Moderne Messtechnik, experimentelle Modelle und computergestützte Verfahren sollen langfristig eine stärker quantitative und observer-unabhängige Bewertung forensischer Befunde ermöglichen. In der Wundballistik entwickeln wir standardisierte experimentelle Ansätze, validieren biologisch relevante Simulantien und schaffen reproduzierbare Bedingungen für die Analyse von Projektilwirkungen, Verletzungsmechanismen und Schutzausrüstung.

 

 

Translationale Rekonstruktions- und Gewaltforschung

Unsere Forschung verbindet experimentelle Modelle, biomechanische Analysen und forensische Fallarbeit zur wissenschaftlichen Rekonstruktion komplexer Gewaltgeschehen. Dazu zählen insbesondere Untersuchungen zu Verletzungsmechanismen, Spurenübertragung und biomechanischen Belastungen. Ziel ist die Entwicklung wissenschaftlich belastbarer Grundlagen für die Interpretation und Rekonstruktion forensisch relevanter Ereignisse.

 

 

Klinische Rechtsmedizin und gesellschaftlicher Impact

Die klinische Rechtsmedizin untersucht Gewaltfolgen bei lebenden Personen sowie Fragestellungen an der Schnittstelle von Medizin, Recht und Gesellschaft. Forschungsschwerpunkte sind Gewalt- und Verletzungsmuster, die wissenschaftliche Begleitung niederschwelliger Unterstützungsangebote sowie die Verbesserung von Prävention, Versorgung und Opferschutz. Die Arbeiten leisten zugleich einen Beitrag zum besseren Verständnis gesellschaftlicher Gewaltphänomene und vulnerabler Gruppen.

 

 

Forensische Anthropologie

Die forensische Anthropologie befasst sich mit der Identifikation und Analyse menschlicher Skelettreste, insbesondere bei fragmentierten oder stark degradierten Knochenfunden. Hierzu kombinieren wir bildgebende, mikroskopische, histologische und molekulargenetische Verfahren in multimodalen Analyseansätzen. Ziel ist die Entwicklung wissenschaftlich robuster Methoden zur sicheren Identifikation und weiteren rechtsmedizinischen Bewertung.